Forstbetrieb Kahmann | Baumgutachten
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Baumgutachten

Methodik
Baumgutachten

Bei einem Gutachten reicht in der Regel die intensive, visuelle Untersuchung, nicht aus, für die Beurteilung der Verkehrssicherheit sowie Erhaltensfähigkeit von Bäumen. Für eine weitere Informations- beziehungsweise Datengewinnung können daher technische Untersuchungs-verfahren, wie die Schalltomographie und Bohrwiderstandsmessung, genutzt werden.

Notwendige Baumschutz,- Erhaltungs,- und Sicherungsmaßnahmen werden unter anderen auf Basis einschlägiger Normen und Richtlinien definiert.

Visuelle Untersuchung

Die Zustandsbeurteilung der zu untersuchenden Bäume erfolgt auf Grundlage der FLL-Baumkontrollrichtlinie (2010) sowie der Vitalitätsbeurteilung (Kronenstrukturdiagnose) nach Roloff (2018).

Visuelle Untersuchung
  • Nach der ZTV-Baumpflege sowie der FLL-Baumkontroll-richtlinie äußert sich die Vitalität eines Baumes in:

  • „Lebenstüchtigkeit/ Lebenskraft eines Organismus. Beeinflusst wird die Vitalität durch das Alter, die Erbanlagen sowie Umweltfaktoren. Die Vitalität äußert sich im Gesundheitszustand, insbesondere in:

    • Wachstum, Kronenstruktur und Zustand der Belaubung,
    • der Anpassungsfähigkeit an die Umwelt,
    • der Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten und Schädlinge
    • der Regenerationsfähigkeit

    Abnehmende Vitalität, reduziertes Trieblängenwachstum und abnehmende Verzweigungs-intensität, bedeutet immer eine Verschlechterung des Allgemeinzustandes des Baumes.

Baumkronenpflege
Technische Untersuchungsverfahren
Schalltomographie
PICUS, Schalltomographie
  • Arbeitsweise des Picus Schalltomographen (SOT)

  • Dabei handelt sich um ein zerstörungsfreies Verfahren, welches ein zweidimensionales Bild vom Stammquerschnitt liefert. Die Holzfestigkeit wird in verschiedenen Farben dargestellt. Somit lassen sich Holzfäulen und Höhlungen, welche von außen nicht erkennbar sind, visuell darstellen und lokalisieren. Damit kann am besten die gesunde Restwandstärke eingeschätzt werden.

Widerstandstomographie
PICUS, Widerstandstomographie
  • Arbeitsweise des Picus Widerstandstomographen (EIT)

  • Die Widerstandstomographie ist ein Messverfahren zur Bestimmung des elektrischen Widerstandes von Bäumen. Es werden wertvolle Zusatzinformationen geliefert, Diese sind notwendig, wenn Schadbilder beim Schall auftreten, welche nicht klar zu deuten sind. Die Widerstandstomographie gleicht Fehlmessungen der Schalltomographie aus, wie z.B. Stern- und Ringrisse bei Eichen oder einen Nasskern bei Pappeln und Kastanien.

  • Arbeitsweise einer Bohrwiderstandsmessung mit einem IML Resi F400

  • Mechanisch wird eine Bohrnadel mit dreieckiger Bohrspitze ohne Spanentnahme mit konstantem Vorschub in das Holz getrieben. Der Bohrwiderstand wird als Messsignal verwendet und in Form einer Bohrwiderstandskurve im Längenmaßstab 1:1 auf einem Wachspapierstreifen aufgezeichnet.
    Die maximale Messtiefe beträgt hier 40 cm.

    Die Bohrwiderstandsmessung ist eine alternative Einsatzmöglichkeit zur Nachkontrolle der Schalldiagnose bei unsicherem Schallbild, zur Kontrolle der Restwandstärke in höheren Baumregionen und zur Klärung der Holzdichte von Wurzelanläufen.